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Zuverlässige Nachbarschaftshilfen tragen dazu bei, dass ältere Menschen länger zu Hause wohnen bleiben können

Im Tagungsaal aufgenommenes Gruppenfoto. Um den sehr großen Minister im Anzug stehen etwa rund 30 Frauen und Männer, die an der Fachtagung teilgenommen haben
Teilnehmende der Fachtagung der Landesinitiative 2022 mit Minister Alexander Schweitzer, links neben ihm Annette Scholl © BaS e.V.

„Insbesondere ältere und alleinlebende Menschen profitieren von diesen Kontakten und können so gut in vertrauter Umgebung zu Hause wohnen bleiben“, erklärte der Minister anlässlich der Fachtagung der Landesinitiative „Neue Nachbarschaften – engagiert zusammen leben in Rheinland-Pfalz!“. Diese fand am 7. September 2022 unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark vor Ort“ im Bürgerhaus Mainz-Hechtsheim statt.

Nach einem Online-Treffen 2021 und coronabedingter Präsenzpause trafen sich die vielen ehrenamtlichen Akteure von Nachbarschaftsinitiativen wieder für einen gemeinsamen Erfahrungsaustausch. Schweitzer freute sich sehr darüber, dass der persönliche Kontakt wieder möglich ist, um die Gemeinschaft im Land zu stärken und um neue Ideen aus der Praxis mitzunehmen. Er dankte in diesem Zusammenhang allen, die sich für Nachbarschaften im Land engagieren. „Denn wir wissen, dass die zahlreichen Ehrenamtlichen viel Zeit und Herzblut für ihre Arbeit vor Ort investieren. Die Bereitschaft dazu ist keine Selbstverständlichkeit!“, betonte Schweitzer.

Der Minister bekräftigte zudem, wie wichtig in dieser Zeit die Verlässlichkeit der Nachbarschaftshilfen vor Ort ist. „Ihre Vernetzung mit Kommunen sowie mit professionellen und weiteren ehrenamtlichen Anbietern von Hilfe- und Unterstützungsleistungen spielt dabei eine wichtige Rolle“, so Schweitzer. Dies trägt dazu bei, dass Nachbarschaftshilfen in ihren Regionen bekannt sind und sie unter ihren vielfältigen Angeboten die passenden an die Hilfesuchenden vermitteln können. Zu diesen Angeboten zählen etwa Unterstützung beim Einkauf, bei Behördengängen oder Arztbesuchen – zum Beispiel über begleitete Fahrten –, Hilfen rund um das Haus, die Wohnung und den Garten bis hin zu Besuchsdiensten, gemeinsamen Spaziergängen oder Beratungsleistungen.

Vernetzung gehört auch für die meisten Nachbarschaftsprojekte und -initiativen zu den dringlichsten Aufgaben, um sich weiterzuentwickeln, wie es die aktuelle Evaluation der Landesinitiative widergespiegelt hat. „Rund 40 Prozent wünschen sich mehr Zusammenarbeit mit Akteuren vor Ort, wie zum Beispiel mit der Gemeindeschwesterplus, den Wohlfahrtsverbänden oder der Pflegestrukturplanung“, berichtet die Leiterin der Landesinitiative Annette Scholl. Ein weiteres zentrales Ergebnis der Evaluation: „Mehr als die Hälfte der befragten Projekte und Initiativen gibt an, dass es ihnen wichtig ist, weitere Menschen zu finden, die an ihren Angeboten interessiert sind“, so Scholl weiter. Deshalb greife der Fachtag diese Anliegen auf, um in gemeinsamen Netzwerken vor Ort auch zukünftig verlässliche nachbarschaftliche Gemeinschaften anzubieten.

Die Landesinitiative unterstützt dabei, indem sie konkret berät, informiert, hilfreiche Kontakte vermittelt und beim Umsetzen von Projekten unterstützt. Zudem bietet sie regelmäßig Fortbildungen und digitalen Erfahrungsaustausch an.

Mehr über das Engagement von Nachbarschaftsprojekten und -initiativen im Land und wie solche entstehen können, ist in der neuen Broschüre „Für ein gutes Miteinander“ zusammengefasst unter https://s.rlp.de/dV8f9 oder hier zum Download verfügbar. Alternativ kann die Broschüre auch unter 06131-16 2020 oder bestellservice(at)mastd.rlp.de bestellt werden.

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