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Kommune im DigitalPakt Alter - Startschuss für bundesweites Prädikat

Bild mit fünf Seniorinnen und zwei Senioren, die mit Tablets rund um einen Tisch sitzen, sich unterhalten und damit arbeiten
Digitaler Erfahrungsort (Bild: Herby/Sachs/BAGSO)

Das BAGSO-Projekt DigitalPakt Alter führt das Prädikat „Kommune im DigitalPakt Alter“ ein. Damit werde das bundesweite Angebot erweitert und Städte, Gemeinden und Landkreise ausgezeichnet, die mit nachhaltigen Strukturen die digitale Teilhabe älterer Menschen stärken. Begleitend startet ein Förderprogramm, das sich insbesondere an kleine und mittlere Kommunen richtet.

Das Prädikat „Kommune im DigitalPakt Alter“ steht als Auszeichnung für Qualität, Verlässlichkeit und auf Dauer angelegte Angebote zur digitalen Teilhabe älterer Menschen. Es wird an Kommunen vergeben, die zum Beispiel Unterstützungsangebote anbieten, Netzwerkstrukturen oder eine zentrale Koordinationsstelle aufgebaut haben. Die ausgezeichneten Kommunen erhalten Zugang zu einem bundesweiten Netzwerk, fachliche Unterstützung durch Beratung sowie praxisorientierte Materialien und Qualifizierungsmöglichkeiten für ihre Mitarbeitenden, erläutert die BAGSO.

Begleitendes Förderprogramm

Kommunen, die das Prädikat anstreben, einzelne Kriterien jedoch noch nicht vollständig erfüllen, können sich für das ergänzende Förderprogramm bewerben. Es unterstützt den gezielten Aufbau lokaler Angebote und ist für kleine und mittlere Kommunen von Interesse. 2027 und 2028 werden insgesamt 50 Förderungen von bis zu 5000 Euro durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend vergeben.

„Digitale Teilhabe findet in Städten, Gemeinden und Nachbarschaften statt”

„Um die digitale Teilhabe älterer Menschen zu verbessern, müssen Veränderungen dort ansetzen, wo das Leben stattfindet: in den Städten, Gemeinden und Nachbarschaften. Digitale Teilhabe entsteht nicht allein durch Technik – sie entsteht durch Vertrauen, Begleitung und das Gefühl, mit den eigenen Fragen nicht allein zu sein. Deshalb braucht es tragfähige Strukturen: wohnortnahe Anlaufstellen, niedrigschwellige Beratung und Angebote, die sich an den Lebensrealitäten älterer Menschen orientieren – etwa in Mehrgenerationenhäusern, Bibliotheken oder Begegnungsstätten. Hier kommt den Kommunen eine Schlüsselrolle zu”, so Bundesseniorenministerin Karin Prien. Das Ministerium unterstütze mit dem DigitalPakt Alter die Kommunen dabei, solche Strukturen aufzubauen und zu sichern – etwa durch lokale Erfahrungsorte, Qualifizierungsangebote für kommunale Mitarbeitende oder die gezielte Einbindung von Ehrenamtlichen.

Qualität und Verlässlichkeit

Der DigitalPakt Alter sieht die Kommune als Schlüssel für die digitale Teilhabe älterer Menschen. In einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft sollte die Vermittlung digitaler Kompetenzen vor Ort verankert werden. Hierfür müssen Kommunen Unterstützung erhalten. Indem sie digitale Kompetenzen fördern, ermöglichen sie gesellschaftliche Teilhabe im Alter und machen ihre Angebote sowie Strukturen langfristig zukunftsfähig.

In einer Online-Veranstaltung am 25. Juni 2026 werden das Bewerbungsverfahren für das Prädikat eröffnet sowie die Fördermöglichkeiten vorgestellt. 

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