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Erstes bundesweites Lagebild zur Altenhilfe veröffentlicht

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge hat die Ergebnisse seiner bundesweiten Erhebung zu Angeboten und Strukturen der Altenhilfe sowie zur Altenhilfeplanung veröffentlicht. Die Erhebung zeigt regional deutliche Unterschiede.

Das „Lagebild zur Umsetzung des § 71 SGB XII“ liefert erstmals eine bundesweite Übersicht zu Angeboten und Strukturen der Altenhilfe sowie zur Altenhilfeplanung in Deutschland. Zugleich werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Bundesländern sichtbar – Länderprofile ermöglichen dabei vertiefende Einblicke in die jeweiligen regionalen Gegebenheiten, so der Deutsche Verein. Dr. Verena Staats, Vorständin des Deutschen Vereins, betont: „Der Bericht schafft eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung kommunaler Altenhilfe sowie für eine evidenzbasierte Politikgestaltung angesichts des demografischen Wandels.“

Grundlage des Lagebildes ist eine repräsentative Befragung von 280 Landkreisen, kreisfreien Städten und Bezirken. Damit beteiligten sich rund zwei Drittel aller Gebietskörperschaften dieser Art in Deutschland an der Erhebung.

Landkreise stehen häufiger vor Herausforderung als kreisfreie Städte

Die Ergebnisse zeigen, dass bundesweit ein breites Beratungs- und Angebotsspektrum gemäß § 71 Abs. 2 SGB XII besteht. Gleichzeitig werden deutliche regionale Unterschiede bei Angeboten und Strukturen der Altenhilfe sichtbar. Insbesondere Landkreise stehen häufiger vor Herausforderungen, eine flächendeckende Versorgung sicherzustellen, als kreisfreie Städte, heißt es weiter in einer Pressemitteilung.

Zu den zentralen Ergebnissen des Lagebildes zählen demnach:

  • Angebote zur Beschaffung und zur Erhaltung einer Wohnung sind im Vergleich zu anderen Angeboten bundesweit seltener vorhanden. Auch Unterstützungsangebote zum Übergang in die nachberufliche Phase sind mit 32 Prozent weniger verbreitet.
  • Präventive Hausbesuche oder vergleichbare Angebote sind mit 48 Prozent bundesweit die am seltensten verfügbaren Beratungsangebote.
  • Weniger als ein Drittel der befragten Gebietskörperschaften gewährt Geld- und Sachleistungen nach § 71 SGB XII (Leistungen im Einzelfall). Ein weiteres Drittel gab an, keine Kenntnisse darüber zu haben, ob Leistungen gewährt werden.
  • Altenhilfeplanung ist vielerorts bereits etabliert: 58 Prozent der befragten Gebietskörperschaften geben an, eine Altenhilfe-/Seniorenplanung durchzuführen.

Den vollständigen Abschlussbericht zum „Lagebild zur Umsetzung des § 71 SGB XII“ finden Sie hier. 

Zur aktuellen DV-Publikation „Prävention und Partizipation: neue Ansätze in der Altenhilfe“

Das Projekt „Lagebild zur Umsetzung des § 71 SGB XII“ wird in Trägerschaft des Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e. V. umgesetzt und durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert.

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